Wirtschaftsgipfel Sylt 2014 – Interview und Statements der agentur zuhören und Korb & Kollegen

Interview mit Ralf Korb und Marciel Riemann – von E.M.Korb
Im Rahmen eines Expertengespräches sprach E.M. Korb vom CRM Korb mit zwei Experten
Frage 1 – Herr Riemann, die erste Frage an Sie – Wie sehen Sie die Nachhaltigkeit im Datenschutz – generell ?
M.Riemann: Das Problem des Datenschutzes sitzt an der Tastatur. Hier gilt es professionell zu informieren und vorzubeugen um Risiken zu vermeiden und aktiv bewusst zu machen. Nur mit Aufklärung erreichen wir eine weitere Sensibilisierung.
Frage 2 – Herr Korb die nächste Frage geht an Sie – Wie bewerten Sie die Nachhaltigkeit im Datenschutz im Hinblick auf die soziale Medien ?
Vielen Dank für diese Frage – aus meiner Wahnehmung liegt die Herausforderung in der Vorbereitung, sorgfältigen Umsetzung und korrekten Verteilung von Informationen. Ob Twitter, Facebook, Xing oder Google+: Alle diese Sozialen Medien sollten mit Redaktionsplan und Abstimmung bedient werden. Klare Regeln und ein Dienstleister wie die agentur zuhören helfen hier einen nachhaltigen roten Faden zu verfolgen. Man verleirt nicht das Ziel aus den Augen und organsiert quasi einen vernünftigen Spannungsbogen unter Beachtung journalistischer Leitlinien. Insbesondere gilt es hier eine feines Gespür für die Inhalte zu bewahren und zu haben. Die sozialen Medien sind sehr aufmerksam, vergessen nichts und strafen sinnlose Inhalte ab. Daher ist die nachhaltige Wirkung der geposteten Inhalte vorab zu bedenken, d.h. Familienfotos am Strand, Partybilder oder private Schnappschüsse haben nur in geschützten Medien einen Sinn. Die Instagram und Flickr Posts sind seriös betrieben charmant, aber als Sauf- und Fetenbilder für jeden Personalchef eine Goldgrube – logischerweise nicht im positiven Sinne.
Frage 3 – Herr Riemann wie betrachten Sie die Nachhaltigkeit im Datenschutz – Bedeutet Big Data auch automatisch Big Risk?
Nein Frau Korb, hier muß ich ein klares Veto einlegen. Grosse Datenvolumina bergen per se keine Risiken – eher Chancen. Ziel ist es Daten gezielt und mit Einverständnis zu sammeln, einen den befragten klaren Zweck zu verfolgen und bei allem den gesetzlichen Anspruch der Datensparsamkeit zu beachten. Unternehmen sind keine Geheimdienste und wollen zielgerichtete Informationen um Ihre Geschäfte zu optimieren, den Service zu verbessern oder Anhaltspunkte für neue Lösungen und Produktideen zu erhalten. Sie führen eigentlich nur gutes im Schilde. Leider stellen sich manche dabei äußerst ungeschickt an. Unkontrolliertes Datensammeln, wie das mitschneiden von Telefonaten oder zielloses sammeln, weil man die Technologie beherrscht und diese nutzt – das birgt Risiko. Zumal bei Geheimdiensten es so getan wird und niemand vorher gefragt wurde. Sanktionierungen im Nachgang haben hier reine Alibifunktion und scheinen an der Tagesordnung
Frage 4: Herr Korb, die Herausforderung im Datenschutz steigt an. Als Experte sind Sie ja in jüngster Zeit auf vielen Foren zu Gast und ein vielgefragter Redner – Die Nachhaltigkeit im Datenschutz unter dem Aspekt der Cloud – wie wichtige ist es seine Cloud zu kennen?
Nun in der jüngeren Vergangeheit haben wir in vielfachen Diskussionen mit Datenschutzexperten und spezialisierten Hostern /Dienstleistern Gespräche geführt. Datenhaltung in der Cloud hat ein paar klare Regeln für die seriöse und zielführende Nutzung die wir sehr gerne mit Ihnen teilen:
Nur eine deutsche Cloud hat eine Basis für eine solide gesetzliche Absicherung auf deutschem Boden und ist strenger abgesichert, als europäisches Recht – wir reden hier gerne von der „Datenfestung Deutschland“.
Kundendaten haben in rechtsunsicheren Staatsgebieten wie den USA oder ähnlichen Drittländern nichts zu suchen – selbst die EU scheint zur Zeit zumindest im UK Bereich nicht so vertrauenswürdig wie es der Premierminister verkaufen möchte – besser dort nur öffentliches Marketingmaterial oder Werbefilme lagern. Oder gar eine reshtunsicheres Land aus EU Sicht, wie bspw. die Schweiz in Erwägung ziehen.
Sinnvolle Datenhaltung auf deutschem Boden aus unserer Sicht bieten sogenannte safe spaces, die in spezialisierten Rechenzentren wie denen von TeamDrive, angeboten werden. Diese empfehlen wir unseren Kunden, wie bspw. den safety space von DictaTeam.
Die Datenhaltung von Geschäftsdaten sollte aus unserer Sicht nur in einer sicheren deutschen Cloud stattdfinden.
Frage 5: Herr Riemann und Herr Kord, die letzte Frage geht an Sie beide. Wie bewerten Sie die Nachhaltigkeit im Datenschutz insbesondere die Datenwanderung. Vielfach gibt es den geflügelten Spruch Daten sein das neue Öl der Wirtschaft
Riemann: Wähle ich den definierten Service X oder Y, erfahre ich bei der Abgabe meiner Daten und Zustimmungen zu den AGB auch alles über den Datenschutz. Das ist so Gesetz und klar definiert.
Korb: Also bei Gewinnspielen oder Vorteilsversprechungen gegen Daten sind da die Verhätnisse auch ganz klar – der Tausch ist ein üblicher Weg – Meine Leistung oder Geschenk gegen Deine Daten. Daten sind da nicht nur das neue Öl der Volks- und Betriebswirtschaft, sondern werden bald eine wie eine Währung, also Geldersatz zu bewerten sein.
Riemann: Zu Ihrem Aspekt der Datenwanderung Frau Korb ist klar fest zu halten das Daten nur nach Zustimmung weitergegeben werden dürfen – das sollte man unbedingt prüfen in den Klauseln, bevor man einfach ohne zu lesen „ja“ klickt !
Korb: Verdachtsmomente bei sozialen Medien – insbesondere amerikanischen – sind berechtigt – FB und andere nutzen die Daten für Mehrwertdienste und Werbung. Da sie nach amerikanischem Recht operieren halten sie sich nur bedingt an unseres – die Durchsetzung von Rechtsansprüchen gestaltet sich oft sehr schwierig.
Meine Herren – vielen Dank für das Gespräch und Ihnen weiterhin viel Erfolg in der Umsetzung Ihrer Social Media Services.

Das Gespräch führte Eva M. Korb, freie Journalistin aus Rhede.

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